Gründerstory: Alex

Seine Unternehmerkarriere hat Alex als selbstständiger Kommunikationstrainer und Moderator für verschiedene Bildungshäuser und Institute, Seminare und Moderationen begonnen, wo er sich über die Jahre auf die Themen Moderation, agiles Management, Produktisierung & Produktmanagement sowie Technologie im Unternehmertum fokussiert hat.

Zwischenzeitlich war er auch immer wieder selbstständig, hat Cocktailevents geplant und umgesetzt und aktiv als Barkeeper hinter der Bar für gute Laune gesorgt. Eine Zeit lang hat er sogar seinen eigens hergestellten Apfel-Zimt-Vodka verkauft.

In den letzten Jahren haben sich seine selbstständigen Aktivitäten neben der Unterstützung verschiedener Unternehmen und Freelancer*innen vor allem auf das Abhalten von Workshops, IT-, Blockchain- & Produktmanagement-Beratungen und natürlich Gründerio fokussiert.

Was hat dich dazu bewogen, dich selbstständig zu machen?

Bevor ich als Trainer tätig war, war ich bereits zu Beginn meines Studium oft als Barkeeper mit selbstständigen Aufträgen und mehreren anderen kleineren Projekten unterwegs. Nachdem ich dann die notwendige Ausbildung hatte – im Jahr 2014 -, war für mich klar auch hier nebenbei selbstständig aktiv zu sein.
Neben den Klassikern, unabhängig zu sein und in diesem Bereich mein eigener Chef zu sein, war mir vor allem auch wichtig, Erfahrungen zu sammeln und was es bedeutet selbstständig zu sein. Was mir im Studium immer ein wenig gefehlt hat, war die Vermarktung des eigenen Angebots. Denn ich war schon damals davon überzeugt, dass – egal, was ich in Zukunft machen will – einer der essentiellsten Skills sein wird, das wovon man selbst überzeugt ist, auch anderen verkaufen zu können.

Wie hast du die ersten Kund*innen akquiriert?

Natürlich hatte ich vor allem zu Beginn keine Ahnung, wie man die Kund*innenakquise angeht. Aber ich war nie groß schüchtern und hab darum einfach herumgefragt und gerne erzählt, was ich nebenbei so mache. Dabei war mir aber immer wichtig, dass ich nicht à la „Gebrauchtwagenverkäufer“ anderen etwas pushy verkaufen wollte, sondern einfach nur die Info verbreite, was ich mache für den Fall, dass jemand etwas in die Richtung braucht. Daraus haben sich immer wieder spannende Aufträge ergeben.

Wer oder was hat dir bei der Gründung am meisten geholfen?

Im Rahmen meiner Trainerausbildung hatten wir ein eigenes Wochenende, wo es nur darum ging, wie man sich als Trainer und Moderator selbstständig macht. Darüber bin ich sehr dankbar. Ohne diesen Input hätte ich damals keinen Plan gehabt, was zu tun ist.

Was war aus deiner Sicht die größte Herausforderung bei der Gründung?

Einen Überblick über all die verschiedenen Organisationen, Regelungen, Abgaben, Steuern, Regularien, etc. zu bekommen. Wenn man nicht mal weiß, wo man anfangen soll und es keine Anleitung gibt, die einem den gesamten Weg grob beschreibt, ist man doch etwas lost. → Einer der Gründe, warum wir Gründerio ins Leben gerufen haben.

Was würdest du bei deiner nächsten Gründung anders machen?

Mir von vornherein ein klares Ziel definieren, wo es hingehen soll. Damals war ich vor allem neugierig und wollte es mal versuchen, nach dem Motto „je nachdem, was so daherkommt“. Das war auf jeden Fall eine großartige Erfahrung, aber im Nachhinein kann ich mir vorstellen, dass sich viel mehr mit dem gleichen Zeitaufwand machen hätte lassen, wenn ich ein klares Ziel, wo es hingehen soll im Kopf gehabt hätte. Auf jeden Fall etwas, das ich gelernt habe und das wir auch bei Gründerio ganz anders angegangen sind.

Welchen Tipp würdest du jungen Gründer*innen mit auf den Weg geben?

Sich nicht von so Aussagen wie „ein*e Gründer*in muss 150% seiner*ihrer Zeit in das Unternehmen investieren und für den Start sein*ihr gesamtes Vermögen als Risikokapital einsetzen“. Das sind die Stories, die sich natürlich gut im Fernsehen machen. In der Realität hat jede*r eine unterschiedliche Lebenssituation. Und ein Unternehmen das langsam als Nebenbei-Gründung gestartet ist, um organisch und Cash-Flow-orientiert zu wachsen kann genauso erfolgreich sein, wie ein Unternehmen das mit einem Riesen-Kraftakt und einer Menge Risikokapital innerhalb kürzester Zeit hochgepusht wurde. Es gibt genug Beispiele dafür. 😉

Was macht dir in deinem Alltag am meisten Spaß?

Als Trainer: Die Vermittlung von Wissen und die Hoffnung, den Teilnehmer*innen der Workshops und Seminare genau die richtigen Infos und Wissensbausteine zu liefern, damit diese einen echten Mehrwert für sich mitnehmen können.

Im Allgemeinen und damit auch mit Gründerio: Ich habe eine große Motivation, Dinge zu „brauen“ oder zu „kreieren“, die für andere einen echten Mehrwert liefern. Sei es eben ein gutes Seminar, ein bestimmtes Produkt oder eine ganze Plattform. Mir ist es oft einfach unbegreiflich, warum es bei so manchen Dingen, keine bessere Lösung geben soll. Wenn ich dann eine finde und gleich konkret umsetze, macht mir das sehr viel Spaß!

Was gefällt dir weniger?

Das organisatorische und administrative Rundherum. Wenn man nicht drauf aufpasst, passiert es sehr schnell, dass man tatsächlich die meiste Zeit mit Bürokratie, Verwaltung und herumtheoretisieren verbringt. Genau darum haben wir uns hier gedacht: das muss doch besser gehen, und wollen mit Gründerio Möglichkeiten schaffen, um diese Dinge schneller und effizienter umzusetzen, damit man sich auf die tatsächliche Wertschöpfung konzentrieren kann.

Wie sehen deine nächsten Schritte aus?

Neben Gründerio möchte ich mich vor allem fachlich auf ein paar spannende Themen im Tech- & Innovationbereich konzentrieren und die daraus ergebenden Gelegenheiten verfolgen.


Vielen Dank für diesen spannenden Einblick in deinen Werdegang als Existenzgründer!

Weitere Gründer*innengeschichten gibts hier.
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Gerne veröffentlichen wir auch deine Geschichte in unserem Gründermagazin, um andere zu inspirieren!

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